Das Muttertier wird geboren
Vor der Geburt hatte ich zugegebenermaßen eine sehr naive Vorstellung von der Mutterschaft. Geprägt durch die Werbung, welche uns suggeriert, Babys würden größtenteils friedlich in ihren Wiegen schlummern und verträumt mit ihren Händchen spielen, malte ich mir meine Elternzeit in den schönsten Farben der Erholung aus. In meinen Träumen sah ich mich top gestylt und Latte schlürfend den Kinderwagen durch die Gegend schieben. Dabei würde ich mit einem Lächeln auf den Lippen immer wieder einen verliebten Blick auf mein schlummerndes Baby werfen. Nebenbei würde ich einen Blog schreiben, vielleicht ein wenig Spanisch lernen und all die Bücher lesen, die ich schon immer lesen wollte. Denn Babies schlafen doch fast immer, oder etwa nicht?
BÄM!!! Und nun verrate ich Euch, wie es wirklich ist. (Schwangere sollten vielleicht an dieser Stelle nicht mehr weiter lesen)
Thema Kinderwagen schieben: In 99 % der Fälle habe ich einen leeren Kinderwagen geschoben. In der Hand leider keinen Latte, sondern die Leine des Hundes, auf dem anderen Arm die brüllende Lina.
Top gestylt war nur das Baby. Ich hingegen war froh, wenn ich es morgens schaffte, mir die Spucke meiner Tochter aus den Haaren zu kämmen, ein frisches Shirt fand (notfalls wurden die Flecken morgens hektisch rausgerubbelt) und nicht vergaß, mir die Schuhe zu binden.
Thema schlummerndes Baby in der Wiege: Meine Tochter zog es vor, auf MIR zu schlafen. Das Beistellbett wurde als Ablage für alles mögliche genutzt und die Katzen schliefen vorzüglich darin. Der Stubenwagen verstaubte in der Ecke und wanderte nach 3 Monaten in den Keller. Das Baby hing entweder an meiner Brust (und nein, Stillen ist am Anfang nicht die friedliche Einheit zwischen Mutter und Kind, sondern fühlt sich an, als hätte Dich jemand in ein Becken mit Piranhas geschmissen – nackt versteht sich) oder das Baby brüllte.
Zum Spanisch lernen blieb keine Zeit. Meine ganze Konzentration war gefordert, um das schreiende Bündel zu beruhigen. Hektisches „sch ,sch, sch“ statt klassischer Musik (die soll ja angeblich das Baby fördern) erfüllte das Haus.
Jaaaaa, Babys schlafen viel: Meist ca. 30 Minuten am Stück. Wenn Lina endlich schlief, war ich so fertig, dass ich froh war, einfach mal nur Löcher in die Luft zu starren. Oder zu heulen – den Hormonen sei Dank.
Darum gibt es diesen Blog erst seit heute – jetzt aber regelmäßig, versprochen! Mit Geschichten aus dem Chaos mit Kind. Ehrlich und ungeschönt – denn niemand lügt mehr als Eltern😉
#babyglück #stillen #elternzeit #mutterglück
Ps: nein , Lina schläft nicht durch 😃S : ich habe noch kein einziges Buch gelesen in der Elternzeit
Allgemein Baby Elternzeit Mutter Mutterglück Schwangerschaft
Ach schön, ist doch aber von außen betrachtet dennoch ein sehr friedliches Bild, wenn das Kleine auf der Mama schläft 😀
Und irgendwann später hat man es dann raus, wie man das schlafende Engelchen ungeweckt und sacht zur Seite legt, damit man selber ein Buch lesen kann! ❤
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Nora, wie schön dass Du meinen Blog liest ♥️Ablegen ging bei uns nach 6 Monaten😉 vorher war das Engelchen sofort hellwach, egal wie sanft ich es versucht habe. Aber unsere Kleinen sind ja auch Traglinge und keine Liegelinge
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Oh das könnte von mir sein…Zwerg ist jetzt 5 Wochen alt…die ersten Wochen waren hart…es ist schön…aber anders als man sich das so vorstellt 🙂 Ständig hat man irgendwelche Körperflüssigkeiten auf sich oder auf dem Baby…Haushalt machen während Baby schläft…oder doch lieber selbst etwas ausruhen? 🙂
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Mein Sohn hat die ersten 3 Monate nur geschrien. Außer wenn er auf meiner Brust schlafen durfte. Hab ich ihn abgelegt, habe ich es vielleicht mal geschafft zu duschen oder ein big business (großes Geschäft) zu erledigen. Ich kann dich also völlig verstehen, bei uns ist es schlagartig nach 3 Monaten besser geworden und jetzt schläft mein 2 jähriger schon 1 1/2 Jahre jede Nacht locker 12 Stunden am Stück. Was für eine Wohltat. 🙂
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Wie schön ♥️meine Kleine hat die ersten Wochen auch nur auf mir geschlafen. Nun geht neben mir . Von durchschlafen sind wir mit jetzt 11 Monate aber noch Lichtjahre entfernt. Grad sind die Nächte wieder sehr fordernd
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Es ist schön sowas ehrliches zu lesen. Bei den meisten Müttern ist es wirklich das Prahlen mit dem Super-Durchschlaf-Baby oder die Meckerei, die wie Wetteifern klingt über ein nicht schlafendes Baby . Aber ja – es ist anstrengend- und anders als man es sich naiv vorgestellt hat! Aber es ist trotzdem schön:-)
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Danke für Deinen Kommentar. Und ja, Mama sein ist wunderschön. Ich glaube, wenn alle ein bisschen ehrlicher wären würde es die ganze Sache auch einfacher machen. 😉
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